Rennen für den guten Zweck

Mit einem Spendenlauf unterstützten die Schüler*innen der Humanistischen Grundschule die Arbeit der Hilfsorganisation Viva con Agua. Das erlaufene Geld kommt Projekten in Nepal zugute.

Man hätte ihnen besseres Wetter gewünscht. Als die Kinder der Humanistischen Grundschule Fürth an diesem Tag im Südstadtpark ankommen, ist der Himmel wolkenverhangen und es ist empfindlich kalt – jedenfalls für Ende Mai. Immerhin: Es regnet nicht, und fehlenden Sonnenschein machen die Kinder mit ihrem Enthusiasmus allemal wett. Sie stehen ja nicht grundlos hier, hier auf dieser Wiese, wo Eltern wenige Minuten vorher noch einen Parcours abgesteckt haben.

„Die Kinder laufen heute für ein Hilfsprojekt des Vereins Viva con Agua“, erzählt Halina Hauptmann, die in einer der vier jahrgangsgemischten Schulgruppen arbeitet und die Idee für diesen Lauf hatte. Jedes Kind hatte vor dem Lauf eine Spendenkarte erhalten, in der sich jeder eintrug, der pro absolvierte Runde einen bestimmten Betrag spenden wollte. Unterstützt werden sollte damit ein sogenanntes WASH-Projekt im nepalesischen Distrikt Chitwan. WASH, das steht für Wasser, Sanitär und Hygiene, worunter im Detail wiederum zu verstehen ist, dass Viva con Agua (nicht nur, aber eben auch) in Nepal Brunnen und Sanitäranlagen baut und darüber hinaus Hygieneschulungen anbietet.

Wasser als Thema im Unterricht

Schon einige Wochen vor dem eigentlichen Spendenlauf hatten ehrenamtliche Mitarbeiter*innen von Viva con Agua das Projekt in der Humanistischen Grundschule vorgestellt, mit den Kindern über die schwierige Versorgungslage im Projektgebiet gesprochen und sie so auf den Lauf eingestimmt. Im Unterricht diskutierten Lehrerinnen mit den Kindern über den eigenen Wasserverbrauch und darüber, worauf alles zu verzichten wäre, wenn in Deutschland ebenso wenig Wasser zur Verfügung stünde wie in Nepal.

Beim Start dann fast fiebrige Anspannung. Der Startschuss fällt und fast 100 Kinder laufen los, erst viel zu schnell, dann in etwas gemächlicherem Tempo. Für jede Runde erhalten die Schüler einen Stempel auf ihrer Spendenkarte, jedes Mal ein kleiner Motivationsschub, doch noch ein paar Meter mehr zu laufen.

„Weiter, weiter, weiter!“ Klar, irgendwann macht sich auch unter den eifrigsten Läufern Müdigkeit breit. Wer nicht mehr kann, feuert die Verbliebenen an, mit glitzernden Pompons und Fahnen. Manche der Kinder werden am Ende 20 Runden gelaufen sein, manche 25, andere etwas weniger. Als sie ihre Urkunden abholen, sich mit Broten und Süßem stärken, sind sie ordentlich aus der Puste, aber auch glücklich. Denn das ist doch sicher: Gelohnt hat sich der Einsatz. Fast 4.800 Euro haben die Schüler für das Projekt in Nepal erlaufen, an einem kühlen, aber dennoch wunderschönen Tag im Fürther Südstadtpark.

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