Die "erstaunlichen Phantasien" des Markus Söder

Michael Bauer, Vorstand des HVD Bayern, zeigt sich befremdet über Äußerungen des designierten Ministerpräsidenten Markus Söder. Dieser hatte in einer Aschermittwochsansprache in Vilshofen gefordert, die Bewahrung der vermeintlich christlichen Prägung Bayerns in die Verfassung aufzunehmen und in jedem staatlichen Gebäude Kruzifixe aufzuhängen.

„Selbst unter den Bedingungen des politischen Aschermittwochs sind solche Phantasien erstaunlich“, so Bauer. Söder verkenne die Realität in Bayern. „Wenn er meint, dass mit einem altbackenen Klerikalkonservatismus in Bayern Mehrheiten organisiert werden können, dann hat er sich offenbar schon länger nicht mehr damit beschäftigt, was die bayerische Bevölkerung in diesen Fragen wirklich denkt.“ Diese sei nämlich zu großen Teilen, in den Städten oft schon mehrheitlich, kirchenfern und nichtreligiös eingestellt.

„Ohne die nichtreligiösen Menschen ist auch in Bayern kein Staat mehr zu machen“, so Bauer. Er erinnerte an die Prägung Bayerns durch die Aufklärung, die von der französischen Republik inspirierte Staatsverwaltung, die Gründung des Freistaats durch revolutionäre Sozialisten und die heutige Bedeutung von Hochtechnologie, internationaler Industrie und exzellenter Wissenschaft für das Leben in Bayern. „Das moderne Bayern spricht eine andere Sprache als der Aschermittwochs-Söder“, so Bauer.

Der CSU-Politiker Dobrindt hatte sich in einem umstrittenen Zeitungsbeitrag noch unlängst damit gebrüstet, dass die CSU in Bayern Politik für alle Bürgerinnen und Bürger, ausdrücklich auch für die Konfessionsfreien, mache. „Schön wär’s, aber den Beweis dafür bleibt die CSU bisher leider schuldig“, sagte Bauer.

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