Humanistisches Forum: Frei von Religion sein?

Zum Verhältnis von Säkularität und Religion im liberalen Staat


Wie viel Freiheit von Religion darf man legitimerweise einfordern? Ist Religion nicht mehr als Privatsache?

Johannes Fioole untersucht in seinem Vortrag im ersten Teil des Forums die Frage, wie viel Freiheit von Religion in politischen Kontexten einzufordern legitim ist. Die politiktheoretischen Standardsätze, die üblicherweise zur Beantwortung der Frage bemüht werden („Religion ist Privatsache!“, „Trennung von Kirche und Staat!“, „Toleranz!“) seien richtungweisend, aber zu vage. Auch das moderne liberale Paradigma der öffentlichen Rechtfertigung (Rawls, Audi, Habermas etc.), nach dem Gesetze nicht mit religiösen Gründen gerechtfertigt werden sollen, führe aus verschiedenen Gründen nicht zum Ziel. Als gewinnbringend erweist sich laut Fioole jedoch die demokratietheoretische Suche nach Kontexten, in denen das Individuum keinerlei Eingriffe von politischen Körpern dulden muss. Hierzu entwickelt er die Figur der Individualsphäre als einem individuellen Bereich absoluten Dürfens.

Nachdem Fioole seine Thesen vorgestellt hat, werden wir diese zunächst auf dem Podium und anschließend unter Einbezug der Teilnehmer diskutieren.

Referent: Johannes Fioole, M.A., M.Ed., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte der Georg-August-Universität Göttingen; Dissertation (im Erscheinen): „Frei von Religion sein? Über Individualsphäre und öffentliche Rechtfertigung“; Preisträger beim Essay-Wettbewerb 2016 der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft.

Podium: Johannes Fioole, N.N.

Moderation: Dr. Gerhard Engel, Präsident der Humanistischen Akademie Bayern


Veranstaltungsdatum

22.11.2017 | 19:00 - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort

Humanistisches Zentrum Nürnberg
Kinkelstraße 12
90482 Nürnberg
0911-431040

Eintritt

5,- €, für HVD-Mitglieder frei.

Veranstalter

HVD Bayern K.d.ö.R.
0911 43104-0
0911 43104-15
info@hvd-bayern.de



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